Wie der Kakao seinen Weg in mein Herz fand

Wie oft ich diese Geschichte schon erzählt habe weiß ich nicht. Und jedes mal erzähle ich sie anders. Aus einem anderen Blickwinkel, in einem anderen Farbton oder mit einer anderen Stimmung. Ich empfinde diese Geschichte so reich, wie die Kraft von Kakao selbst. Und ihr Einfluss auf mein Leben so groß, wie der Einfluss von Kakao auf die Welt, so hoffe ich.


Hier möchte ich unsere Geschichte noch einmal ganz anders und etwas ausführlicher erzählen. Von innen heraus. Mein innerer Weg, Prozess und Entschluss dazu, mein Leben Kakao zu widmen (und umgekehrt).


Es beginnt alles in Südamerika. Das Abenteuer und die Freiheit. 24 Stunden am Tag zu haben, welche mir und nur mir zur Verfügung stehen, bringt den Stein in's Rollen. Was, wenn jeder Tag so viel Freiheit bürge? Was, wenn ich gar nichts muss? Im Flieger schreibe ich Fragen auf. Eine davon ist: Was finde ich auf diesem Kontinent, was ich noch nicht kenne und ich meiner Familie und meinen Freunden mitbringen kann?

Sie sollte bald geküftet werden...

Die südamerikanische Freiheit packt mich am Kragen und führt mich durch den wildesten Dschungel zu den größten Wasserfällen, vorbei an den höchsten Bergen mitten in's Abenteuer. Einmal quer durch Brasilien, wo ich merke, wie bunt und gefährlich das Leben sein kann. Abgebogen in Nordargentinien, wo es mich überrascht, was für einen guten Job die Spanier bei ihrer Kolonialisierung gemacht haben. Mit vielen Stopps in Bolivien, wo ich das erste mal mit wahrer Armut und uralter Kultur in Kontakt komme. In den vier Monaten in Perú lecke ich Blut. Die erste Kakaoerfahrung kommt unerwartet, doch an Zufall glaube ich heute nicht.

Die Schlüsselerfahrung kommt in Tingo María, Perú. Kakao bringt mich zum Schmelzen und inspiriert jede Faser meines Körpers. Ich habe das Gefühl zu fliegen. Alles ist möglich. Warum also nicht mit einem bunten Truck auf die schönsten Festivals fahren und der Menschheit zeigen, was Kakao zu bieten hat? Dieser Gedanke lässt mein Herz unendlich höher schlagen. "Folge deiner größten Freude!" höre ich mein Kindle flüstern. Es entsteht die erste Skizze meines Trucks mit mir darin. Viel zu schön, um wahr zu sein und gefühlt doch so möglich - womöglich in Greifweite gerückt durch den Effekt von Kakao auf mein Nervensystem!

"Wie kann eine so gesunde Substanz mit solch fantastischer Wirkung in unseren Breitengraden dermaßen unbekannt sein?" - frage ich mich. Heute wie damals, ist mir das ein Rätsel. Als studierter Wirtschaftsingenieur, frisch von der Hochschule der Medien, läuten bei mir die Marktlückenglocken. My Big Chance! Aber erstmal noch ein Jährchen reisen, oder so...

In Kolumbien sind meine Sensoren bereits auf Kakao getuned. Die ersten Kakaobauern werden ausfindig gemacht, Kontakte geknüpft und Pläne gesponnen.

Bei Couchsurfern und in Hostels kriege ich die Gelegenheit, von meiner Idee zu erzählen. Und jedes mal sprudle ich vor Begeisterung. Immer wieder ernte ich Bestätigung und Optimismus. Ob die Anzahl der gerauchten Porros an jenen Abenden etwas damit zu tun haben könnten? Quien sabe... Das in mir geweckte Interesse fängt an zu wachsen, zu blühen und Früchte zu tragen. Ich notiere mir fleißig Ideen in mein kleines, abgeranztes Notizbuch; verbringe reichlich Zeit in ebenso abgeranzten Internetcafés und klicke mir die Finger wund. Reiner Kakao scheint ein unentdeckter Diamant zu sein in der Welt des Konsums und Wohlergehens. Nur in der spirituellen Welt hat man was am Indianerhut. Immer wieder genieße ich die Wirkung des Kakaos und kreiere mir wundersame Fantasiewelten, in denen die Menschen gemeinsam und nährend miteinander feiern. Getragen und gefördert von der wundervollen Wirkung von Kakao. Und ich mit meinem Truck mittendrin, den Bass in den Ohren. JA!


Doch bevor ich den absoluten Absprung wage, möchte ich mich nochmal auseinandersetzen mit diesem Yoga. Damals in Lima am Malecon war das immer so geil. Deshalb nochmal eben nach Indien für dreieinhalb Monate. Wenn nicht jetzt, wann dann? Mit Yoga kriege ich endlich ein Werkzeug an die Hand, dass mein Unverständnis dieser Existenz nachhaltig schrumpfen lässt. Endlich lerne ich Techniken, die manchmal auftretende Unaushaltbarkeit des Seins zu mindern. Oder zumindest mit ihr zu sein. Netter Nebeneffekt laut Siddhantji, meinem Yogalehrer: Clarity of Mind (gerne in indischem Akzent lesen). Und so wird mir glasklar, was meine nächsten Actionsteps sind, um mit Kakao an den Start zu gehen. Es fühlt sich an wie ein Sog und eine Ungeduld macht sich in mir breit. 1. Geld tanken in Deutschland 2. Roadtrip mit meinem Freund Max und seinem VW-Bus Berta durch Nordkalifornien

3. Flug für unbestimmte Zeit nach Guatemala 4. Rückkehr nach Deutschland mit Kakao

5. Unternehmensgründung, Kakaoverarbeitung und Busausbau 6. Kakao-Festival-Sommer Mein damaliger vorläufiger 6-Punkte plan. Easy, oder? Auf jeden Fall wunderbarer Stoff für zukünftige Blogbeiträge! ;-) Und auch wenn es sich "plump" anhört, genau das ist passiert. Mit unerschütterlichem Geist habe ich mein Ziel verfolgt und tue es immernoch. Der Vorteil an einer persönlichen Vision für die Welt ist, dass es unendlich viele persönliche Wege gibt, sich ihr anzunähern. Und der kleinste Akt in ihrem Geiste kann die größte Erfüllung bergen. Jede Handlung steht für sich und wirkt für sich. Und das entbindet mich von dem Gefühl, irgendetwas erreichen zu müssen. Denn genau hier, wo ich stehe, habe ich genau das erreicht, was nötig war. Wenn es mir hier nicht gefällt, wie könnte ich dann auf die Idee kommen, wo anders sei es besser? "Seien wir mal ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich!" - Erich kästner


Darum trage ich jetzt Kakao auf meiner Haut. Nicht wegen damals, nicht wegen morgen. Einzig und allein, weil ich es jetzt fühle. Und es fühlt sich gut an. Danke liebe Ekadashi, dass ich dein Hand-Werk auf meiner Haut tragen darf. Danke lieber Ix Kakao für diesen gemeinsamen Weg. Ich kann mir keinen schöneren vorstellen.


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